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KLIMA/638: COP 30 - Deutschland stellt 60 Millionen Euro für den globalen Anpassungsfonds bereit (BMUKN)


Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Pressemitteilung - 17.11.2025

COP 30 - Klimaanpassung: Deutschland stellt 60 Millionen Euro für den globalen Anpassungsfonds bereit


Auf der Weltklimakonferenz (COP30) im brasilianischen Belém hat Bundesumweltminister Carsten Schneider heute für die Bundesregierung angekündigt, 60 Millionen Euro zum internationalen Anpassungsfonds beizusteuern. Der Fonds unterstützt die vom Klimawandel stark betroffenen Gemeinschaften weltweit bei konkreten und innovativen Anpassungsmaßnahmen. Deutschland ist größter Geber für dieses zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur Klimaanpassung und unterstützt den Fonds seit seiner Gründung aktiv.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Die Anpassung an den Klimawandel ist zurecht ein zentrales Thema dieser Weltklimakonferenz. Wo Gesellschaften sich nicht an die neuen Klimabedingungen anpassen können, drohen Hunger, Armut und Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Viele Länder sind für eine erfolgreiche Anpassung auf internationale Zusammenarbeit angewiesen. Auf Deutschland ist bei diesem Thema seit vielen Jahren Verlass. Ich hoffe, dass wir mit unserem Beitrag zum Anpassungsfonds weiter Vertrauen aufbauen und einen Impuls für gemeinsame Lösungen in Belem geben können."

Der internationale Anpassungsfonds (Adaptation Fund) setzt in den Bereichen Finanzierung, Verfahrensregeln und Verwaltung eine Reihe innovativer Ansätze um. Dies betrifft nicht allein die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen, sondern auch die Governance-Struktur des Fonds. So wird der Anpassungsfonds gemeinsam von Entwicklungsländern und Industrieländern verwaltet und hat als erster multilateraler Fonds akkreditierten Projektdurchführungsorganisationen in Partnerländern einen direkten Zugang zu Fördermitteln geboten.

Der Adaptation Fund setzte in den letzten 18 Jahren insgesamt etwa 1,4 Milliarden US-Dollar für rund 200 konkrete Anpassungsprojekte in 108 Ländern um, die über 50 Millionen Menschen in den vulnerabelsten Gemeinschaften weltweit erreicht haben. Insgesamt hat der Fonds bisher Beiträge in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar erhalten. Deutschland ist seit Gründung des Fonds im Jahr 2007 der kumulativ größte Geber und hat seitdem rund 610 Millionen Euro beigetragen.

Die deutsche Klimafinanzierung für Anpassung aus dem Bundeshaushalt lag 2024 bei insgesamt 2,84 Milliarden Euro. Das entspricht 46 Prozent der eingesetzten Haushaltmittel in Höhe von 6,11 Milliarden Euro. Der Anpassungsfonds ist eines von vielen Instrumenten, mit denen die Bundesregierung die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern unterstützt. Die Beiträge zum Anpassungsfonds sind dabei Teil der Verpflichtung der Bundesregierung, einen fairen Anteil zur Finanzierung der globalen Anpassungsagenda beizutragen.

17.11.2025 | Pressemitteilung Nr. 110/25 | Internationales

30. Weltklimakonferenz (COP30)
10. bis 21. November 2025 in Belém
https://www.bundesumweltministerium.de/klima-cop30

Weitere Informationen

Galerie COP30 | 17.11.2025
Carsten Schneider auf der Klima-COP30 in Belém
https://www.bundesumweltministerium.de/media/carsten-schneider-auf-der-klima-cop30-in-belem

Rede Internationales | 17.11.2025
COP30: Nationales Statement von Bundesminister Carsten Schneider
https://www.bundesumweltministerium.de/rede/nationales-statement-von-bundesminister-carsten-schneider-anlaesslich-der-weltklimakonferenz-cop-30

Internationaler Anpassungsfonds - externer Download (Englisch, PDF nicht barrierefrei, 803 KB)
https://www.adaptation-fund.org/wp-content/uploads/2024/09/4_AFB.PPRC_.34.25-Proposal-for-Argentina-Chile-Colombia-Peru-1.pdf

Internationale Klimaschutzinitiative - externe Webseite
https://www.international-climate-initiative.com/

Klimaanpassung - Themenseite
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/klimaanpassung/ueberblick-klimaanpassung

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Quelle:
BMUKN-Pressemitteilung, 17.11.2025
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin
Tel.: 030 18 305-0, Fax: 0228 99 305-3225
Redaktion:
Referat Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation und Social Media

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 21. November 2025

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