Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
Aktionsbündnis "Stop Westcastor" Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Ahaus/Jülich/Bonn/Münster, 7. Januar 2026
Castor-Entscheidung vor Verwaltungsgericht naht:
- Winter-Castoren auch bei Glatteis, Schnee und Nebel?
- 18.1., 14 Uhr: Sonntagsspaziergang Ahaus
- 24.1., 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop
"Atommülltransporte sind unkalkulierbares Sicherheitsrisiko"
Mit großer Spannung erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag des BUND NRW. Zugleich haben sie große Sorge, dass Bundes- und Landesregierung womöglich noch mitten im Winter - auch bei Glatteis, Schnee und Nebel - die ersten hochriskanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus fahren lassen. 2005 waren bei ähnlichen Transporten aus dem Forschungszentrum Rossendorf bei Dresden WinterTransporte von der NRW-Landesregierung kategorisch ausgeschlossen worden.
Unabhängig von der Gerichtsentscheidung in Berlin starten die Anti-Atomkraft-Organisationen mit mehreren Protestaktionen gegen die Castor-Atommülltransporte ins neue Jahr: Am Sonntag, 18. Januar, findet um 14 Uhr der erste Sonntagsspaziergang des Jahres am Rathaus in Ahaus statt. Und für Samstag, 24. Januar, rufen die Organisationen mit Unterstützung des BUND NRW zu einer Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop an der A2 auf. Der Rasthof liegt auf halber Strecke der 170 km langen Castor-Route von Jülich nach Ahaus und direkt an der Autobahn-Großbaustelle zwischen Oberhausen und Bottrop. Dies ist ein offensichtliches Sicherheits-Nadelöhr für die Atommülltransporte. Startpunkt der Demo ist um 11 Uhr an der Kreuzung Oberhausener Str. / Hanielstr. im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock.
Gefährliche Autobahn-Baustellen, marode Brücken, Drohnen über den Atommüll-Konvois, schwere Unfälle auf den Autobahnen und jetzt im Winter auch Glatteis, Schnee und Nebel - es ist völlig unverständlich, warum die Bundesund Landesregierung dermaßen auf diesen gefährlichen Atommülltourismus von Jülich nach Ahaus setzen. Wir fordern weiterhin, dass der hochradioaktive Atommüll in Jülich so lange gelagert wird, bis es endlich ein sicheres Endlager gibt", erklärte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
"Schon seit mehr als 15 Jahren werden diese völlig widersinnigen
Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus angekündigt. Bundes- und
Landesregierung haben bei der politischen Lösung dieses Problems
völlig versagt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kann nach
eigenem Bekunden auf die Castor-Transporte gut verzichten. Dann
erwarten wir von ihm zu Jahresbeginn, dass er die Bundesregierung zu
Last-Minute-Gesprächen einlädt. Das ist er den Menschen im Münsterland
und entlang der 170 km langen Autobahn-Strecke schuldig", ergänzte
Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus".
"Mit den neuen Protestaktionen in Ahaus und Bottrop starten wir aktiv
ins neue Jahr. Unser Ziel bleibt weiterhin, die planlose
Atommüllverschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes zu
verhindern. Die Gewerkschaft der Polizei spricht zu Recht von
'Wahnsinn', denn es geht auch um eine unkalkulierbare Gefährdung für
die Bevölkerung", so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland
gegen Atomanlagen.
Weitere Infos:
www.bi-ahaus.de
www.westcastor.org
www.sofa-ms.de
www.bbu-online.de
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Quelle:
BBU-Pressemitteilung, 07.01.2026
Herausgeber:
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.
Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn
Tel.: 0228/214032, Fax: 0228/214033
Email: BBU-Bonn@t-online.de
Internet: www.bbu-online.de
Facebook: www.facebook.com/BBU72
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 9. Januar 2026
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