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MELDUNG/1139: Doomsday Clock erneut vorgerückt - 85 Sekunden bis zum Weltuntergang (IPPNW)


IPPNW Pressemitteilung vom 27. Januar 2026
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des
Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)

Doomsday Clock erneut vorgerückt: 85 Sekunden bis zum Weltuntergang

Friedensnobelpreisträger-Organisation IPPNW fordert Rüstungskontrolle und Abrüstung


Vor wenigen Minuten verkündeten die Wissenschafter*innen des Bulletin of Atomic Scientists die aktuelle Uhrzeit auf der Doomsday Clock: Es sind noch 85 Sekunden bis Mitternacht! Damit rückt die Doomsday Clock auch dieses Jahr wieder vor, die Welt steht näher am Abgrund als jemals zuvor. Die Friedensorganisation IPPNW fordert, dass die Warnungen vor einem Atomkrieg und der Klimakrise endlich ernst genommen werden.

"Die Doomsday Clock ist eine Warnung an die Menschheit: Wir arbeiten an unserer eigenen Vernichtung durch Atomwaffen, unkontrollierte Technologien und das Ignorieren der Klimakatastrophe. Wir haben aber auch die Möglichkeit, die Uhrzeiger zurückzudrehen!", so Dr. med. Lars Pohlmeier, Co-Vorsitzender der deutschen IPPNW-Sektion.

Am 5. Februar läuft der letzte große Rüstungskontrollvertrag zwischen den USA und Russland aus: New START. Er begrenzt die Anzahl der einsatzbereiten strategischen Atomsprengköpfe beider Staaten auf maximal 1.550 Stück, auch die Zahl der einsatzbereiten Träger- und Startsysteme ist limitiert. Ohne New START können die USA und Russland ungebremst nuklear aufrüsten. Bereits jetzt modernisieren alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale oder bauen sie sogar aus.

"Das Ende des New-START-Vertrags droht die Welt in eine neue nukleare Rüstungsspirale zu stoßen. Die Doomsday Clock gibt uns bereits jetzt nur noch 85 Sekunden bis zum Weltuntergang. Ohne Anschlussregelungen zum New START wird sich diese Zeit weiter verkürzen und die Welt noch unsicherer", mahnt Pohlmeier.

Die IPPNW fordert mit Blick auf die Doomsday Clock und das nahende Ende des New-START-Vertrags mehr Engagement für nukleare Rüstungskontrolle und Abrüstung. Die deutsche Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass die USA und Russland sich weiter an die Obergrenzen des Vertrags halten und Verhandlungen für ein Folgeabkommen beginnen.

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Quelle:
Pressemitteilung vom 27. Januar 2026
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des
Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Frankfurter Allee 3, 10247 Berlin
Telefon: 030 / 698 07 40, Fax: 030 / 693 81 66
E-Mail: kontakt@ippnw.de
Internet: www.ippnw.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 30. Januar 2026

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